Jeder Quadratmeter Gemarkung ist wertvoll

Jede Gemeinde kennt ihre Gemarkung und deren Aufteilung für die Anforderungen des täglichen Lebens: Bauplätze, Wohnareale, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheit und Kultur, Landwirtschaft – aber auch Straßen, Gewerbe und Infrastruktur (Verkehr, Wasser, Energie, …) müssen auf der
Gemarkung ihren geeigneten Platz finden.

Das geht ebenfalls nur mit Kompromissen: Offene Baugruben durch Kanalbau, Glasfaserkabel (schnelles Internet), Straßenbau und natürlich Gewerbegebiete gehören nicht zu den attraktiven Planungsvorhaben, weil sie die von den Bürgern geschätzte Umgebung optisch, akustisch und eventuell auch ökologisch beeinflussen. Hat man sich aber für eine Ansiedlung von Gewerbe aus oben genannten Gründen entschlossen, muss man die geeignete Fläche in der Gemarkung und Regeln für deren Nutzung/Bebauung definieren.

Deshalb haben wir uns schon vor vielen Jahren entschieden, mit drei Kommunen etwas gemeinsam dort zu entwickeln, wo die Standortbedingungen besonders günstig für das Gewerbe sind und mannigfaltige Vorteile für die Menschen in unserer Region bieten. Wir haben den Ort an der Autobahnabfahrt mit Bedacht und ganz bewusst gewählt. Die überzeugenden Kriterien für diesen Ort sind:

  1. Direkte Verkehrslage an der Autobahn ohne eine Ortslage durchqueren zu müssen – das ist für Neuansiedlungen attraktiv.
  2. Gleichzeitig eine relative Ortsferne (Lärm, Anmutung) für die Menschen in unseren Gemeinden – damit kein Lkw-Lärm in Ortsnähe und keine Ortsdurchfahrten.
  3. Lage zwischen den Kommunen (Interkommunalität, da alle fair beteiligt sind).
  4. Gleichzeitig eine relative Ortsnähe für die Menschen in unserer Region – durch kurze Wege ohne Pendlerströme und neue Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Qualitäten.

Wir können gemeinsam das Gebiet entwickeln, ohne uns gegenseitig zu beeinträchtigen. Alle Einnahmen und Ausgaben werden zu jeweils einem Drittel auf die drei Kommunen verteilt.

Für das Gewerbegebiet Limes werden der landwirtschaftlichen Nutzung gute Böden entzogen. Das kann nicht bestritten werden und für manchen Beobachter ist das bitter. Wir meinen allerdings, dass dieses Opfer zu den nötigen Kompromissen gehört, die uns hier die Entwicklung ermöglichen. Übrigens nur hier. Es gibt in unseren Gemarkungen keine andere Fläche, die zur Entwicklung eines solchen Gewerbegebietes in gleicher Weise geeignet wäre. Das Gebiet ist durch die direkte Nähe zur Autobahn ja auch bereits heute schon verändert und belastet.

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