Gewerbegebiet Limes

Offizieller Startschuss für gemeinsames Gewerbegebiet

Drei Kommunen haben sich zusammengetan / „Fertigung, Logistik, Produktion“

„Wir geben hier für ein großes Projekt den Kick-off.“ Hammersbachs Bürgermeister Michael Göllner hat am Mittwochvormittag gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Büdingen und Limeshain, Erich Spamer und Adolf Ludwig, dem Wetterauer Landrat Joachim Arnold, dem Ersten Kreisbeigeordneten des Main-Kinzig-Kreises, Dr. Andre Kavai, und Vertretern der gemeindlichen und städtischen Gremien der drei beteiligten Kommunen mit dem symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für das neue Gewerbegebiet „Limes“ an der A 45 gegeben.

Mit der Entwicklung dieses Gebiets wolle man gemeinsam Arbeitsplätze schaffen und Steuereinnahmen generieren. „Wir wollen hier kein Gewerbegebiet mit Spielsalons und Baumärkten“, machte Göllner deutlich. „Wir wollen Fertigung, Logistik und Produktion.“ Etwa eineinhalb Jahre werden die Erschließungsarbeiten des 24 Hektar großen Gewerbegebiets dauern, die drei Kommunen investieren fünf Millionen Euro. Dazu gehören auch der für das Land vorfinanzierte Ausbau der Landesstraße von der Autobahn bis zum Gewerbegebiet und der Anschluss durch einen Verkehrskreisel. „Es gibt bereits sehr intensive Gespräche mit potenziellen Investoren“, berichtete Göllner und ergänzte, dass die ersten Interessenten sogar in wenigen Monaten mit dem Bau beginnen könnten und nicht bis zur endgültigen Fertigstellung warten müssten.

Göllner, der auch für seine beiden Kollegen Ludwig und Spamer sprach, erinnerte rückblickend an die Schritte bis zum gestrigen Tag. „Erste Ideen zu einem gemeinsamen Gewerbegebiet hatten schon unsere Vorgänger.“ Doch erst mit dem Autobahnanschluss Hammersbach, der 2009 eingeweiht wurde, habe man die Pläne in die Tat umsetzen können. Dazu hätten die drei Kommunen einen Zweckverband gegründet. Lange Verhandlungen und eine intensive Vorarbeit habe man während der Aufstellung des Flächennutzungsplans hinter sich gebracht. Auch an eine Anekdote erinnerte sich Göllner. So habe das Regierungspräsidium zunächst gesagt: „Wenn Ihr etwas machen wollt, dann macht es richtig groß.“ Göllner: „Als wir dann unsere ersten Vorschläge unterbreiteten, hieß es zunächst: Das ist zu groß.“

Der Hammersbacher Bürgermeister räumt ein, dass viel Fläche verbraucht werde. Doch die Baumaßnahme werde durch eine Aufwertung von Biotopen, Gewässern und Streuobstwiesen ökologisch ausgeglichen. Dafür habe der Zweckverband den Landschaftspflegeverband ins Boot geholt und „wir hoffen auf eine Unterstützung durch die Naturschutzbehörden“.

Landrat Arnold erinnerte an die intensiven Diskussionen, die er anfangs noch als Bürgermeister von Wölfersheim und als Fraktionsvorsitzender der SPD im Regionalverband immer unterstützt habe. Als Landrat freue er sich, dass nun auch Büdingen und Limeshain vom Autobahnanschluss profitierten. Dieser Standortvorteil sei für die Kommunen unbezahlbar. Die Entwicklung der gewerblichen Nutzung entlang der A 45 belege die Attraktivität eines solchen Standorts.

Quelle: Kreis-Anzeiger 09.01.2014

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